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Eine aktuell veröffentlicht große Metaanalyse hat sich mit den Frage beschäftigt, wie häufig und welche Art von Absetzsymptome nach Beendigung einer Therapie mit Antidepressiva auftreten.

Das Ergebnis vorneweg:
Die Auswertung von insgesamt 49 Studien mit über 17.000 Patienten konnte zeigen, dass Absetzphänomene meist milder ausgeprägt und seltener sind als bisher angenommen.

Nach Absetzen der Antidepressiva trat oftmals nur ein zusätzliches Symptom für einen Zeitraum von ca. 1 Woche auf. Das häufigste Symptom war Benommenheit (7,5%), gefolgt von Übelkeit (4,1%), Nervosität (3%) und Schwindel (2,7%).

Absetzphänomene traten im Vergleich mit Placebo häufiger bei den Wirkstoffen (Des)Venlafaxin, Duloxetin, Escitalopram und Paroxetin auf.

Eine Zunahme depressive Symptome konnte in den ersten beiden Wochen nach Absetzen der Medikamente nicht häufiger als unter Placebo beobachtet werden. Von daher scheinen Stimmungsschwanken eher nicht auf die Medikation zurückzuführen sein.

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