Bewegung und körperliche Aktivitäten werden als ein Teil der Therapie bei Depressionen und Ängsten empfohlen. Gibt es für die Wirksamkeit auch ausreichend wissenschaftliche Belege?

Mit der Frage der Effektivität und des Nutzens hat sich eine aktuelle Auswertung, die im British Journal of Sports Medicine erschienen ist, beschäftigt.

Es wurden insgesamt 63 Studien mit fast 80.000 Teilnehmern ausgewertet.
Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig:
Sportliche Aktivitäten reduzieren sowohl depressive als auch Angstsymptome!

Die größten Effekte bei Depressionen konnte für Ausdauersportarten gefunden werden. Vor allem wenn diese in einer Gruppe und unter professioneller Anleitung durchgeführt wurden.

Angstsymptome wurden am stärksten reduziert, wenn kurze und intensive Sportaktivitäten gemacht wurden.

Jegliche Form von sportlichen Aktivitäten, unabhängig von der Sportart, Intensität oder Dauer, kann zu einer Minderung von Depressionen und Ängsten führen.

Die Ergebnisse und Aussagen decken sich mit einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Jahr 2023 die zu folgender Schlussfolgerung kommt:
Körperliche Aktivität ist sehr vorteilhaft für die Verbesserung der Symptome von Depressionen, Angstzuständen und Belastungen in der allgemeinen Bevölkerung, aber vor allem auch bei Menschen mit diagnostizierten psychischen Störungen und Menschen mit chronischen Krankheiten.
Körperliche Aktivität sollte ein Hauptansatz im Umgang mit Depressionen, Angstzuständen und psychischen Belastungen sein.

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