Die Studie Global Burden of Diseases, Injuries and Risk Factors (weltweite Belastung durch Erkrankungen, Verletzungen und Risikofaktoren) aktualisiert ihre Ergebnisse alle paar Jahre.
Im Jahr 2025 wurden die die neuesten weltweiten Daten für die Jahre 1990 bis 2023 ausgewertet und veröffentlicht.
Eine der wichtigsten Aussagen der Studienergebnisse:
Kopfschmerzerkrankungen, insbesondere Migräne, stellen weiterhin eine große globale gesundheitliche Herausforderung dar.
Die Häufigkeit von Kopfschmerzerkrankungen ist unverändert hoch. Im Jahr 2023 waren weltweit 2,9 Milliarden Menschen von Kopfschmerzen betroffen. Die Häufigkeit (Prävalenz) von Kopfschmerzen betrug 34,6%. Kopfschmerzen gehören somit neben Rückenschmerzen und Depressionen zu den häufigsten Erkrankungen.
Weitere wichtige Erkenntnisse aus der Untersuchung:
- Spannungskopfschmerzen sind laut den Studienergebnissen deutlich häufiger als Migräne (Häufigkeiten: Spannungskopfschmerz 24,9%, Migräne 14,1%).
- Die Belastung oder Einschränkungen durch Migräne waren deutlich höher als bei Spannungskopfschmerzen
- Frauen waren mehr als doppelt so häufig von Migräne betroffen als Männer (17,6% versus 10,5%) und haben ca. 50% mehr Kopfschmerzzeiten pro Jahr.
- Zudem fanden sich hohe Werte für eine Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch (das bedeutet, dass die Schmerzmittel den Kopfschmerz verstärken / aufrechthalten).
Dies war laut Studienergebnissen bei Spannungskopfschmerzen mehr als doppelt so häufig der Fall als bei Migräne.
Kopfschmerzen sind seit über drei Jahrzehnten unverändert häufig.
Die Daten der „Global Burden of Disease Study“ unterstreichen die Bedeutung und Notwendigkeit wirksamer Präventions- und Behandlungsstrategien von Kopfschmerzerkrankungen.
Zudem zeigen die Auswertung die Relevanz einer zu häufigen und zu hohen Schmerzmitteleinnahme, welche für einen nicht unerheblichen Anteil der Kopfschmerzen (mit)verantwortlich gemacht werden kann.
