Im Jahr 2025 wurde die klinische Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“ aktualisiert und veröffentlicht. Eine Übersicht der Leitlinie wurde auch im Deutschen Ärzteblatt publiziert.
Mit nicht-spezifischen Nackenschmerzen sind Schmerzen gemeint, die nicht durch spezifische strukturellen Veränderungen – wie z.B. bei einer Fraktur (traumatisch, tumorbedingt, osteoporotisch), Entzündung (Infektion, Autoimmunerkrankungen), Radikulopathie/Neuropathie oder durch Tumor/Metastasen – bedingt sind.
Das bedeutet, es findet sich keine fassbare Ursache für die Nackenschmerzen.
Die wichtigste Empfehlung zur Behandlung der nicht-spezifischen Nackenschmerzen sind:
- körperliche Aktivität
- Bewegungstherapie
- Wärmeanwendung (Rotlicht, Wärmekissen etc.)
- Schulung zu Schmerzen, Schmerzursachen und Therapiemöglichkeiten
Keine eindeutige Aussagen bzgl. der Wirksamkeit bei Nackenschmerzen die länger als 12 Wochen bestehen können für Akupunktur, Entspannungsverfahren, Kälteanwendung, Manipulation und Mobilisation, Weichteilbehandlungen getroffen werden.
Das bedeutet aber nicht, dass diese Verfahren nicht wirken, aber sie können auch nicht eindeutig empfohlen werden.
Eine dauerhafte Schmerzmitteleinnahme wird nicht empfohlen.
