Bild Cluster neu

Der Cluster-Kopfschmerz gehört zu den sogenannten trigemino-autonomen Kopfschmerzen und ist von heftigen Schmerzen in der Gesichts- und Augenregion mit Sehstörungen und tränenden Augen geprägt.
Die Schmerzen treten typischerweise in mehrtägigen oder -wöchigen Intervallen auf und wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab.

Seit Jahren wird aus der Erfahrung heraus Kortison in der akuten Phasen eingesetzt, ohne dass es dafür eindeutige wissenschaftliche Belege oder eine standardisierte Dosierung gab.  

Dies konnte nun durch die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift Lancet Neurology veröffentlicht wurde, geändert werden. 

Cluster-Patienten, die Kortison (Prednisolon) in absteigender Dosierung über fast zwei Wochen einnahmen, hatten im Vergleich zu den Patienten die ein Placebo (nicht wirksames Medikamnt) bekamen, zirka 25% weniger Kopfschmerzepisoden in der Woche.

Dabei traten in der Therapiegruppe keine vermehrten Nebenwirkungen auf.

 

 Die Ergebnisse der Studie helfen, für Patienten mit einem Cluster-Kopfschmerz eine einheitliche Therapiestrategie zu etablieren.