Unruhe (Agitation) und Agression sind häufige Symptome die von Angehörigen und Patienten im späteren Verlauf einer Alzheimer-Demenz berichtet werden.

Eine aktuellere Studie hat sich damit befasst, inwiefern bei Gedächtnisstörungen und dem Verdacht einer Demenzerkrankung, zusätzlich vorliegende neuropsychiatrische Symptome (z.B. Unruhe, Aggression, Depression, gestörter Tag-Nacht-Rhythmus) den Verdacht erhärten können. Die Demenzdiagnose wurde durch typische Befunde im Nervenwasser (Liquor) bestätigt.

Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit zeigten vor allem einen positiven Zusammenhang zwischen Unruhe und Aggression und einem positiven Liquorbefund hinsichtlich einer Alzheimer-Demenz. Inwiefern z.B. Depressionen, Apathie oder ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus eine Demenz vorhersagen können, ist aus den Studienergebnissen nicht eindeutig abzuleiten.

Für die neurologische Praxis kann man aus der Untersuchung ableiten, dass neben den typischen Gedächtnisstörungen, auch weitere Symptome oder Verhaltensweisen frühzeitig auf eine Demenzerkrankung hinweisen können und eventuell in diesen Fällen weitere diagnostische Schritte sinnvoll sind. 

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