google 485611 1920.jpgEine aktuelle Untersuchung der Edith Cowan University in Australien zeigt, dass das eigene Suchen nach Diagnosen über Internet-Suchmaschinen bei lediglich zirka einem Drittel der Fragen richtige Ergebnisse liefert. 

In dieser Studie wurden 36 internationale "Symptom checker"getestet, inwiefern, die eingebenen Symptome zur richtige Diagnose führen. Die Topantwort war nur in 36% der Fälle korrekt, in den Top-3-Antworten waren
immerhin bei 52% der Internetportale richtige Diagnosen dabei. 
Auch die daraus abgeleiteten Empfehlungen, z.B. wer als nächstes kontaktiert werden oder wo man medizinische Hilfe suchen soll, waren nur bei 49% der Suchanfragen korrekt. 

Der Hauptautor der Studie kommentiert die Ergebnisse folgendermaßen: 

"Auch wenn es sehr verlockend ist, diese Werkzeuge zu nutzen um die Ursache der Beschwerden herauszufinden, sind die Ergebnisse größtenteils unzuverlässig, wenn nicht sogar gefährlich".

Kritikpunkte der Interseiten oder Apps sind, dass durch die Eingabe der aktuellen Symptome viele wichtige Informationen - wie z.B. andere Erkrankungen und weitere Symptome, oftmals nicht einbezogen werden. Auch werden oftmals leichtere Beschwerden sofort gegoogelt und und die Ergebnisse dann häufig überbewertet oder fehlinterpretiert. Zudem ist nicht bekannt wie die Internetportale und Apps zu ihren Informationen kommen. Aspekte wie Qualitätskontrolle oder Quelle der medizinischen Informationen sind oftmals nicht bekannt. 

Medizinische Informationen im Internet sind sicherlich hilfreich,
wenn eine Diagnose von einem Arzt / Ärztin gestellt wurde.
Verlassen Sie sich aber bei den Symptomen nicht auf anonyme Suchmaschinen,
sondern vielmehr auf die gute Ausbildung und Erfahrung Ihres Arztes / Ihrer Ärztin vor Ort.