Veränderungen der weißen Hirnsubstanz, also dem Bereich der vor allem die Nervenfasern für die Informationsweitergabe im Gehirn enthält, treten gehäuft auf, wenn Menschen älter werden. Wahrscheinlich sind diese Veränderungen teilweise dem normalen Alterungsprozesses zuzuschreiben. Ursächlich für die Veränderungen der Hirnsubstanz, scheinen Schädigungen der kleinen Hirngefäße, die zu umschriebenen Durchblutungsstörungen führen können. Das Problem ist - wie so häufig - wennein bestimmtes Maß an Veränderungen überschritten wird, kann die Funktion des Nervensystems gestört sein. Aus unterschiedlichen Untersuchungen weiß man, dass die Veränderungen der weißen Hirnsubstanz mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle, Demenz, Depressionen und einem einem Verlust der Funktionalität im Alter einhergeht. 

 

Eine aktuelle Studie hat sich mit dem Thema beschäftigt und konnte mit Hilfe von MRT-Untersuchungen zeigen, dass ein erhöhter Blutdruck im mittleren Lebensalter (40 - 69 Jahre) mit einem vermehrten Auftreten von Veränderungen der weißen Hirnsubstanz einhergeht. In der Untersuchung wurden Daten von über 37.000 Teilnehmern ausgewertet und es zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen einem Bluthochdruck und des Volumens (= "Ausdehnung") der sogenannten "white matter lesions", wobei vor allem der systolische Blutdruck ("der erste Werte") eine entscheidene Rolle zu spielen scheint. 

Gehirn axial

Meine Empfehlung: 
Kümmern Sie sich um Ihren Blutdruck! Regelmäßige Bewegung (vor allem Ausdauersportarten), gesunde Ernährung, Verzicht auf Rauchen und ein nicht zu hohes Körpergewicht können dazu beitragen, dass Ihr Blutdruck in normalen Bereichen bleibt.
Falls Sie einen erhöhten Blutdruck haben, sollte auch eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. 

Bluthochdruck ist eine gut behandelbare Krankheit !